Was ein Fehler auslöst
Ein Fehler im Antrag führt selten zur endgültigen Ablehnung. Meist fordert die Gemeinde nach oder gibt den Antrag zur Überarbeitung zurück. Das kostet Zeit: Die Baustelle wartet, Handwerker müssen umgeplant werden, und Fristen laufen weiter. Je später ein Fehler auffällt, desto teurer wird er. Am teuersten ist er, wenn er erst am gebauten Objekt sichtbar wird.
Die zehn häufigsten Fehler
1. Unvollständige Unterlagen
Lageplan, Grundrisse oder Schnitt fehlen oder sind unleserlich. Die Gemeinde kann nicht prüfen und fordert nach. Die Checkliste hilft.
2. Fehlende oder widersprüchliche Höhenangaben
Rückstauebene, Kellersohle, Rohrsohlen und Gefälle müssen in allen Plänen zusammenpassen. Abweichungen zwischen Schnitt und Lageplan sind ein klassischer Beanstandungsgrund.
3. Rückstausicherung vergessen oder falsch gewählt
Räume unter der Rückstauebene brauchen eine zulässige Sicherung. Fehlt sie oder ist eine unzulässige Lösung gewählt, wird der Antrag zurückgegeben. Mehr dazu: Rückstauebene und Rückstausicherung.
4. Entwässerungsgegenstände fehlen im Plan
Bodenabläufe, Waschmaschinenanschlüsse, Küchenabläufe oder Regenfallrohre sind im Grundriss nicht eingezeichnet. Die Leitungsführung lässt sich dann nicht prüfen.
5. Regenwasserkonzept passt nicht zur Satzung
Versickerung auf ungeeignetem Boden, zu große Einleitmenge oder fehlender Überlauf. Mehr dazu: Regenwasser.
6. Falsche Annahmen zum Anschluss
Der Anschlusspunkt oder das Kanalsystem wurde nicht abgefragt. Wer von einem Trennsystem ausgeht, aber im Mischsystem liegt, muss umplanen.
7. Gefälle und Nennweiten nicht plausibel
Zu geringes Gefälle, falsche Rohrdurchmesser oder unzulässige Richtungswechsel verstoßen gegen die Regeln der Technik.
8. Widersprüche zwischen Architektenplan und Entwässerungsplan
Wanddurchbrüche, Schächte oder Bodenaufbauten stimmen nicht überein. Wer parallel mit mehreren Planern arbeitet, braucht klare Abstimmung.
9. Veraltetes Formular oder falsche Stelle
Formulare ändern sich, und nicht jede Gemeinde ist selbst zuständig. Manche Entwässerungsbetriebe oder Zweckverbände übernehmen die Prüfung.
10. Fehlende Unterschriften oder Angaben zum Eigentümer
Der Antrag muss vom Berechtigten unterschrieben sein. Fehlt das, bleibt er liegen.
Jede Nachforderung dauert in der Regel mehrere Wochen, bis sie bearbeitet und erneut geprüft ist. Bei einem Bauträger mit mehreren Objekten oder einem Neubau mit Finanzierungsplan summiert sich das schnell. Mit einem vollständigen, stimmigen Antrag vermeiden Sie diese Runden.
So vermeiden Sie die Fehler
- Fragen Sie vor der Planung bei der Gemeinde nach Anschlusspunkt, Kanalart und Rückstauebene
- Planen Sie Entwässerung und Gebäude gemeinsam, nicht nacheinander
- Prüfen Sie vor dem Einreichen alle Pläne auf übereinstimmende Höhen und Bezeichnungen
- Verwenden Sie das aktuelle Antragsformular der zuständigen Stelle
- Lassen Sie den Antrag von einem Fachplaner vor der Einreichung auf Vollständigkeit prüfen
Genau das ist unsere Aufgabe. Wir prüfen jeden Antrag vor der Einreichung gegen die Anforderungen der zuständigen Gemeinde.