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Entwässerungsantrag: diese Unterlagen brauchen Sie

Die meisten Nachforderungen entstehen, weil Unterlagen fehlen oder nicht zusammenpassen. Diese Checkliste zeigt, was Gemeinden üblicherweise sehen wollen.

Vorab: Es gibt keine bundesweit einheitliche Liste

Jede Gemeinde legt in Satzung und Antragsformular fest, welche Unterlagen sie verlangt. Die folgende Liste deckt den Regelfall ab. Prüfen Sie zusätzlich das Formular Ihrer Gemeinde oder fragen Sie uns. Wir klären das vor der Planung.

Standardunterlagen

  • Antragsformular der zuständigen Stelle in der aktuellen Fassung, vollständig ausgefüllt und unterschrieben
  • Lageplan mit Grundstücksgrenzen, Gebäude, Grundleitungen, Schächten, Anschlusspunkt und Fließrichtung, häufig im Maßstab 1:500 oder 1:200
  • Grundrisse aller Geschosse einschließlich Keller mit allen Entwässerungsgegenständen und Leitungen, häufig im Maßstab 1:100
  • Systemschnitt mit Höhenangaben, Gefällen, Nennweiten und Lage der Rückstauebene
  • Baubeschreibung oder Erläuterung zur Nutzung, damit klar ist, welche Abwässer anfallen
  • Berechnungen zu Regenwasser und Dimensionierung, soweit die Gemeinde sie verlangt

Je nach Vorhaben zusätzlich

  • Nachweis der Rückstausicherung, wenn Räume unter der Rückstauebene liegen, mit Angaben zur Hebeanlage oder zum Rückstauverschluss
  • Versickerungsnachweis, wenn Regenwasser auf dem Grundstück versickern soll, mit Angaben zum Baugrund und Bemessung nach DWA-A 138
  • Bemessung von Rückhaltung und Drosselabfluss, bei Zisterne oder Rückhaltebecken mit gedrosseltem Ablauf
  • Überflutungsnachweis nach DIN 1986-100 bei größeren Dach- und Hofflächen
  • Unterlagen zu Abscheidern, bei Gastronomie, Werkstatt, Waschplatz oder Tankstelle
  • Angaben zur Indirekteinleitung, wenn Prozessabwasser anfällt
  • Bestandsunterlagen bei Umbau, gegebenenfalls mit Kamerabefahrung der vorhandenen Leitungen
  • Kopie der Baugenehmigung oder des Bauantrags, falls die Gemeinde sie verlangt

Wer liefert was?

UnterlageÜblicherweise von
Grundrisse und Schnitte des GebäudesArchitekt oder Bauplaner, von Ihnen an uns
Amtlicher LageplanVermesser oder Katasteramt
Baugrundgutachten, VersickerungsfähigkeitGeotechnisches Büro
Entwässerungsplan, Berechnungen, AntragsunterlagenWir
Unterschrift unter den AntragBauherr oder Eigentümer

Typische Lücken

Diese Punkte führen am häufigsten zu Rückfragen:

  • Höhenangaben fehlen oder widersprechen sich zwischen den Plänen
  • Bodenabläufe, Waschmaschinenanschlüsse oder Küchenabläufe sind im Grundriss nicht eingezeichnet
  • Das Regenwasserkonzept ist nicht beschrieben
  • Das Antragsformular ist veraltet oder stammt von der falschen Stelle
  • Unterschriften fehlen
Unsicher, was Sie brauchen?

Der Bedarfs-Check zeigt in fünf Fragen, welche Nachweise Ihr Vorhaben voraussichtlich verlangt.